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Chi-Chi's Rockers

Wunderbare und unvergessene Erlebnisse einer Katzengeburt unserer Zaubermaus Chi-Chi.

Am Morgen des 27. September 2013 wollte Chi-Chi schon nicht mehr herumlaufen, sie blieb oben in meinem Bett auf dem hoch gepolsterten Kissen, was ich für sie hergerichtet hatte liegen. Ich ahnte schon, dass es heute losgehen würde und ausgerechnet heute musste ich um 10:00 Uhr beim Zweibeiner-Arzt sein. Ich ging ziemlich nervös aus dem Haus und hoffte, dass sie auf jeden Fall auf mich warten würde. Ich saß dann ausgerechnet, wie soll es auch anders sein, wenn man es nicht gebrauchen kann, geschlagene, zappelig und wackelig volle, nervöse 3 Std. beim Doktor. Meine Gedanken kreisten nur um die bevorstehende Geburt, die ich um nichts in der Welt verpassen wollte. Ich betete innerlich vor mich hin: Chi-Chi warte auf mich… Uwe war zwar zu Hause bei ihr und kannte alle Instruktionen im Fall, wenn etwas nicht so ablaufen würde, wie es sollte, daher brauchte ich mir keine allzu großen Sorgen um sie machen. Als ich endlich gegen Mittag voll abgehetzt und voller Panik, dass es ohne mich losgegangen ist, in unser Haus rein stürmte, kam mir Uwe so gelassen entgegen, dass mir klar war, es ist alles easy und noch nix passiert... puhhh Glück gehabt.

Da die Situation entspannt war, kochte ich uns erstmal etwas zu Mittag, wobei ich Chi-Chi durch die Kamera, die in ihrem Zimmer stand, immer im Blickfeld hatte.

Nach dem Essen legte ich mich zu ihr und streichelte sie und schlief dabei fast ein., bis ich auf einmal in meiner Hand etwas Verkrampftes spürte, da war ich hellwach und wusste, jetzt ist es so weit, es geht los.

Um 15:17 Uhr setzten bei Chi-Chi die ersten Wehen ein und die Zeit verging mit immer kürzeren Wehenabständen, ihr Schnütchen verkrampfte sich jedes Mal dabei und sie zog es ganz spitz zusammen, wie wir Zweibeiner, wenn wir Schmerzen haben. Ich massierte dabei ständig ihren Bauch und Rücken, gab ihr zwischen den Wehenpausen immer ihren Schwangerschafts-Cocktail (Quark mit Eigelb und Calcium), den sie von meinem Finger immer gierig abschleckte.

Ca. um 16:20 Uhr kam ein Schleimpfropfen zum Vorschein, der Vorbote zur Geburt… wir konnten das so gut sehen, da Chi-Chi die ganze Zeit über auf dem Rücken lag, was ihr wohl sehr angenehm war. Etwa eine Stunde später wurde die erste Fruchtblase sichtbar die nach kurzer Zeit aufplatzte. Dann etwas später kam eine zweite Blase und ups man konnte schon erkennen, dass etwas lebendiges, helles dabei war. Jetzt kam mir wieder in Erinnerung, ich hatte es vergessen, dass meine Freundin mir am Vortag noch mitteilte, dass sie geträumt hatte, es kämen alles rote Mäuse heraus. Ein schrecklicher Gedanke durchfuhr mich, bei so einer tollen Verpaarung, wo alles an Farben fallen könnte, nur ROT!!! Bitte verzeih mir, aber in dem Moment habe ich sie verflucht, unsere Angst war aber wieder schnell verflogen und wir dachten nix mehr, als ein helles Körperchen (es gleichte einem Vögelchen) immer mehr zum Vorschein kam, dann war es so weit um 17:03 Uhr erblickte unser erster kleiner Mann, Ronnie James Dio, das Licht der Welt. Wir waren sowas von überwältigt von diesem so schönen Anblick, dass wir unsere Tränen nicht zurückhalten konnten. Chi-Chi wusste sofort was zu tun war, sie nabelte den kleinen Hosenmatz ab und säuberte ihn sehr gründlich. Sie schaffte es nicht die ganze Nabelschnur zu entfernen. Ich erledigte dann den Rest und kürzte säuberlich die Nabelschnur. Ronnie James Dio hatte direkt schon einen unheimlichen Hunger und machte sich danach sofort auf die Suche nach der passenden Zitze. Aber irgendwie war die Auswahl zu groß und er konnte sich nicht entscheiden, welche er denn jetzt nur nehmen möchte.

Ich nahm ihm die Entscheidung ab und setzte ihn an eine Zitze. Als er seine Mama, so klein wie er war, dermaßen aussaugte, fingen bei Chi-Chi die nächsten Wehen an. Dieses Mal ging es nicht so einfach und schnell. Nachdem die Fruchtblase geplatzt war und das nächste Bündel zum Vorschein kam, sah ich rosa Füße (rooosaaa und wieder rot?????) es kam mit dem Hinterteil zuerst und der war sehr dunkel… Puhhhh. Aber da er sehr groß war und sein Bauch da schon kugelrund, blieb der kleine Kerl eine zeitlang stecken und es ging nix mehr. Ich wartete eine Zeit ab und beobachtete genau, Chi-Chi presste und stöhnte, quiekte auf, hechelte, da habe ich instinktiv eingegriffen, ich kann nicht sagen warum und wie, aber ich merkte, sie schafft es nicht alleine, der Kerl war einfach zu groß. Ich massierte sie, wie man es bei Frauen macht, die ihr Kind gebären und bei jeder Wehe zog ich mit einer Baby Baumwollwindel, da alles ja so glitschig war, nach und nach den dicken Wurm mit raus. Chi-Chi arbeitete so mit, dass ich merkte, dass ich ihr damit half, sie schaute mich an als flehe sie mich an, zieh ihn raus. Es war unbeschreiblich, aber ich war die Ruhe selbst. Aber wir schafften es, nach der letzten Wehe kam der kleine dicke Slayer um 18:45 Uhr auf die Welt und Chi-Chi waltete ihres Amtes. Auch hier musste ich mit der Nabelschnur helfen, alles ging prima. Nachdem Slayer sich auch für eine Zitze entschieden hat und er nicht so wählerisch war, Hauptsache flüssig, waren alle glücklich. Nach einer weiteren Stunde krampfte Chi-Chi wieder, aber sie war geschafft und hechelte sehr laut und extrem, unsere Maus konnte nicht mehr und war platt.

Daher entschieden wir, da sie jetzt sehr zappelig wurde, die beiden Jungs außer Gefahr zu bringen, damit sie sie nicht noch plattdrückt. Uwe nahm diese Würmer in seine große Hand und hielt sie der Mama Chi-Chi vor die Nase, dass sie sie riechen und sehen konnte, sie vertraute uns und machte sich an die Arbeit, den letzten kleinen Rocker auch noch auf die Welt zu bringen. Dabei massierte ich ihr immer weiter den Rücken. Gott sei Dank ging es dieses Mal rasend schnell, klar, der dickste war ja draußen und hat die Geburtsbahn schon mal freigeschlittert. Die nächste und letzte Fruchtblase kam dann rasend schnell und auch der nächste Wurm, black-sabbath (den wir aber auf großem Wunsch in Jimi Hendrix umgetauft haben) kam um 19:42 Uhr auf die große weite Welt. Dann nuckelten alle drei Jungs zufrieden bei der Mama, Uwe und ich fielen uns glücklich und mit ein paar Freudentränen in die Arme. Wir waren Katzenpflegeeltern! Wir ließen Chi-Chi und ihre Babys bis Mitternacht ruhen, aber da sie nicht auf dem dicken Luftkissen liegen bleiben konnte, damit die Würmer nicht in der Nacht herunter purzeln würden, betteten wir alle vier in die kuschelige warme Wurfkiste um, was ab jetzt ihr Domizil sein wird, bis sie groß genug sind.

Jimi Hendrix

Slayer

Ronnie James Dio

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